Wie viel Hygiene ist gesund?

Wie viel Hygiene ist gesund? 

Natürlich ist Hygiene wichtig und trägt dazu bei, Krankheits- und Krisenfälle einzudämmen. Doch gibt es auch die Hygienehysterie, die sich so mancher Orts breit macht. 

Reinlichkeitswahn und Waschzwang ist definitive übertrieben. Steigt man allerdings aus einem öffentlichen Verkehrsmittel aus und will danach etwas essen, ist gründliches Händewaschen normal. Es ist ausschlaggebend, an welchen Orten man sich vor Bakterien wirklich schützen muss. 

Gewisse Keimstrukturen haben eine durchaus schützende Funktion, daher soll man die eigene Wohnung nicht permanent mit Chemikalien attackieren. So schützt man sich nicht vor Bakterien, sondern tötet nützliche, uns schützende Bakterien ab, die wir aber zur Erhaltung unseres Immunsystem dringend benötigen. 

Undefinierte Ängste führen zu Putzzwängen. Oft auch ausgelöst durch Übertragungen der Medien von Seuchen und Krankheiten aus fernen Ländern, die uns sehr rasch erreichen, aber doch sehr weit von uns entfern sind. 

Welche Reinlichkeit soll Priorität  im Alltag haben? 

Der tägliche Einkauf soll rasch in der Speisekammer oder im Kühlschrank ankommen, um das Verderben der Lebensmittel zu vermeiden. 

Mindestens 1 mal im Monat sollte der Kühlschrank komplett geleert und gereinigt werden. Doch auch da reichen milde Reinigungsmittel, wie z. B. Essig. Kühlschränke beinhalten oft mehr schlechte Keime wie eine WC- Brille. 

Man würde es vielleicht nicht meinen, aber auch die Waschmaschine ist ein beliebter Ort für Bakterien. Heutzutage wird sehr vieles nur noch mit 30 bis 40 Grad gewaschen und das schafft ideale Bedingungen für Erreger. Hautinfektionen, Lungenentzündung und sogar Blutvergiftungen können von solchen Bakterien ausgelöst werden. Bettwäsche, Küchentücher, Handtücher und Unterwäsche müssen mit mindestens 60 Grad gewaschen werden, damit die abgetötet werden können. 

Etwas gründlicher und heißer in den Nass- und Kühlräumen,  jedoch ohne aggressive Chemikalien, ist ausreichend, um uns vor Krankheiten zu schützen.  

Körperpflege ist richtig und wichtig, doch sollte es auch in diesem Punkt zu keiner ungesunden Hysterie ausarten. 

 

 
 
 
 

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